Der Modbus-RTU Scan ist eine Möglichkeit, um Peripheriegeräte via physischer Verbindung zu erkennen und deren Kommunikation mit dem PRiOT-Gerät zu testen. Modbus RTU (Remote Terminal Unit) ist ein serielles Kommunikationsprotokoll, das weit verbreitet in der industriellen Automatisierung und der Prozesssteuerung verwendet wird.


Wichtige Parameter

Für ein erfolgreiches Auslesen und Scannen der Peripheriegeräte müssen die folgenden Kommunikationsparameter korrekt eingestellt werden:

  • Baudrate: 9600 Bits pro Sekunde
  • Parität: Keine
  • Stopbit: 1

Anschlussschema

 
  • Stecker von rechts 1: -/ (blaues Bus-Kabel)
  • Stecker von rechts 2: +/A (weisses Bus-Kabel)

VORSICHT : Der letzte Zähler oder das letzte Gerät im Bus muss mit einem 120-Ohm-Widerstand (0,25 Watt), zwischen den Klemmen des letzten Geräts, terminiert werden. Manche Geräte haben einen solchen Widerstand schon eingebaut, worauf einfach eine Brücke gelegt werden kann; bei anderen / älteren Geräten muss dieser Widerstand noch extra eingebaut werden.


Ablauf des Scanprozesses

Der Modbus-RTU-Scan erfolgt sequenziell, indem jede Modbus-ID im definierten Adressbereich abgefragt wird. Wenn eine Adresse mit einem Peripheriegerät belegt ist, wird die Antwort schnell empfangen. Ist eine Adresse jedoch leer, dauert es 1 Sekunde bis zum Timeout. Je mehr leere Addressen abgefragt werden, desto länger dauert der Scan.

 


Ungültige Antworten

Der Scan validiert, ob es sich bei einer Antwort auf dem Modbus um eine valide Antwort des gesuchten Geräts handelt, oder nicht. Manchmal antworten im angegebenen Modbus-ID-Bereich zusätzlich oder anstelle des gewünschten Geräts auch andere Geräte mit ungültigen Antworten. Diese Geräte werden nach dem Scan ebenfalls angezeigt. Wenn du dir sicher bist, dass das Gerät mit der angegebenen Modbus-ID das gesuchte Gerät ist, kannst du es durch Anklicken der Checkbox zum PRiOT-EnMo hinzufügen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Gerät noch fehlkonfiguriert ist, oder nach dem falschen Gerät gesucht wird. Bitte überprüfe zuerst, ob die Geräte am Modbus mit dem für den Scan ausgewählten Gerätetypen übereinstimmen und ob alle Geräte am Modbus korrekt eingestellt sind (keine doppelten Adressen, Baudrate, Parität, Stopbit). Dieser Mechanismus existiert für mehr Transparenz (einfachere Problembehebung) und damit es bei einem falsch-negativen Resultat des Validierungsschrittes möglich bleibt das Gerät hinzuzufügen. Solche falsch-negativen Validierungen sollten jedoch höchst selten auftreten und werden rasch mit Updates behoben.