Scan Methoden
Die Scan-Methode mit welcher neue Geräte dem PRiOT-Gerät hinzugefügt werden können hängt vom jeweiligen Peripheriegerät ab. Jedoch sind aktuell vier verschiedene Methoden implementiert. Diese sind Modbus-RTU, Modbus-TCP, M-Bus oder API-Call. In den folgenden Abschnitten sind allgemeine Informationen und Hilfestellungen zu der jeweiligen Scan-Methode zu finden.
Modbus RTU
Der Modbus-RTU Scan ist eine Möglichkeit, um Peripheriegeräte via physischer Verbindung zu erkennen und deren Kommunikation mit dem PRiOT-Gerät zu testen. Modbus RTU (Remote Terminal Unit) ist ein serielles Kommunikationsprotokoll, das weit verbreitet in der industriellen Automatisierung und der Prozesssteuerung verwendet wird.
Wichtige Parameter
Für einen erfolgreichen Scan müssen bestimmte Kommunikationsparameter korrekt eingestellt werden:
- Baudrate: 9600 Bits pro Sekunde
- Parität: Keine
- Stopbit: 1
Diese Einstellungen gewährleisten, dass die Kommunikation zwischen den Modbus-Slaves und -Master stabil und fehlerfrei verläuft.
Terminierung des Modbus-Busses
VORSICHT : Der letzte Zähler oder das letzte Gerät im Bus muss mit einem 120-Ohm-Widerstand (0,25 Watt), zwischen den Klemmen des letzten Geräts, terminiert werden, um einen Kurzschluss zu vermeiden.
Ablauf des Scanprozesses
Der Modbus-RTU-Scan erfolgt sequenziell, indem jede Modbus-ID im definierten Adressbereich abgefragt wird. Wenn eine Adresse mit einem Peripheriegerät belegt ist, wird die Antwort schnell empfangen. Ist eine Adresse jedoch leer, dauert der Scan für diese Adresse etwa eine Sekunde länger, da das Gerät keine Antwort sendet. Der gesamte Scanprozess kann daher je nach Anzahl der besetzten und freien Adressen variieren.
Ungültige Antworten
Manchmal antworten im angegebenen Modbus-ID-Bereich zusätzlich oder anstelle des gewünschten Geräts auch andere Geräte mit ungültigen Antworten. Diese Geräte werden nach dem Scan ebenfalls angezeigt. Wenn du dir sicher bist, dass das Gerät mit der angegebenen Modbus-ID zum gewünschten Geräte-Typ gehört, kannst du es durch Anklicken der Checkbox zum PRiOT-EnMo hinzufügen.
Modbus TCP
Der Modbus-TCP Scan ist ein Verfahren zur Identifikation und Kommunikation von Geräten in einem TCP/IP-basierten Modbus-Netzwerk. Modbus-TCP ist eine der häufigsten Varianten des Modbus-Protokolls, das für die Fernüberwachung und -steuerung in industriellen Systemen verwendet wird. Der Scanprozess dient dazu, Modbus-kompatible Geräte im Netzwerk zu entdecken und mit dem PRiOT-Gerät zu verbinden.
Wichtige Parameter
Beim Modbus-TCP Scan muss die Modbus-ID des zu scannenden Geräts angegeben werden. Diese ID wird verwendet, um gezielt nach dem entsprechenden Gerät im Netzwerk zu suchen. Sollte das Gerät mit dieser Modbus-ID nicht gefunden werden, werden zusätzliche, häufig verwendete Modbus-IDs abgefragt, um die Erfolgschancen zu erhöhen.
Ablauf des Scanprozesses
Der Scan sollte in der Regel nicht länger als 1 Minute dauern. Wenn der Scan diese Zeit überschreitet, kann dies darauf hindeuten, dass:
- Das Gerät sich nicht im selben Netzwerk befindet.
- Die angegebene Modbus-ID falsch ist.
In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, den Scan abzubrechen und den Prozess mit einer korrekten Modbus-ID oder im richtigen Netzwerk erneut zu starten.
M-Bus
API
Der API-Scan wird nur für die Zaptec-Ladestation gebraucht. Für einen erfolgreichen Scan muss die Ladestation bereits auf dem Zaptec Portal registriert sein. Nähere Infos hierzu sind unter Zaptec-Ladestation zu finden.