Der M-Bus erlaubt es, Geräte auszulesen, die über das M-Bus Protokoll kommunizieren. M-Bus (Meter-Bus) ist ein Kommunikationsprotokoll, das hauptsächlich in der Energie- und Wasserzählertechnik eingesetzt wird, um Daten von Zählern zu sammeln und zu übertragen.

Voraussetzungen

Fast alle M-Bus Zähler werden unterstützt. Für das Auslesen eines M-Bus Zählers ist es notwendig, entweder die Primär- oder Sekundäradresse des Geräts zu kennen. Es ist wichtig, dass vom Installateur des M-Bus Zählers ein Inbetriebnahmeprotokoll bereitgestellt wird, das die Adressen und Zählerdaten enthält. Primäradressen sind individuell für jedes Gerät festgelegt und müssen während der Inbetriebnahme vermerkt werden.

Hinweis: Jeder Zähler muss eine individuelle, nicht-reservierte ID erhalten. Die genaue Zuweisung der IDs ist dabei nicht entscheidend, solange keine ID doppelt belegt ist.


Integrierte M-Bus Zähler

Einige M-Bus Zähler sind bereits vollständig in das PRiOT Energiemonitoring System integriert und können ohne weiteren Aufwand hinzugefügt werden. Siehe den Abschnitt peripheriegeräte für eine Liste von bereits integrierten Wasser- und Wärmezählern.

Für M-Bus Zähler, die noch nicht integriert sind, kann in der Regel innerhalb von ca. 1 Stunde eine Integration erfolgen. Hierzu sollte jedoch vorab die PRiOT informiert werden, um Verfügbarkeit eines PRiOT-Mitarbeiters zu gewährleisten.

Anschlussschema

 

Um einen M-Bus Zähler auszulesen, sind zusätzlich zum PRiOT Energiemonitoring-System auch der richtige M-Bus Pegelwandler sowie das korrekte RS232 FTDI Kabel erforderlich.

M-Bus Pegelwandler (PW): Dieser wird verwendet, um die Kommunikation zwischen den Zählern und dem PRiOT System zu ermöglichen. Die Zahl hinter dem PW-Modell (z.B. PW3, PW20, PW60) gibt die Anzahl der Endgeräte an, die an den Pegelwandler angeschlossen werden können. Für eine Anlage mit 30 Zählern wird beispielsweise ein PW60 verwendet, während für 120 Zähler ein PW250 geeignet ist.

RS232 FTDI Kabel: Dieses Kabel dient der Verbindung zwischen dem Pegelwandler und dem PRiOT Energiemonitor. Es sind bestimmte Anschlussvorgaben zu beachten:

 
  • Der USB-Anschluss des FTDI-Kabels muss in die äussere USB-Buchse des PRiOT Energiemonitors.
  • Das Gelbe Kabel des FTDI-Kabels muss mit dem RS232 RX des Pegelwandlers verbunden werden.
  • Das Orange Kabel des FTDI-Kabels muss mit dem RS232 TX des Pegelwandlers verbunden werden.
  • Das Schwarze Kabel des FTDI-Kabels muss mit dem RS232 Ground des Pegelwandlers verbunden werden.
  • Der Pegelwandler muss entsprechend der Anleitung gespiesen werden.
  • Die M-Bus-Schnittstellen der Zähler müssen mit 2 Kabeln am Pegelwandler angeschlossen werden (M+ und M-). Dabei ist die Anschlusspolarität der Kabel irrelevant, denn M-Bus ist polaritätsunabhängig. Das bedeutet, die Datenleitungen können beliebig vertauscht angeschlossen werden.

Gerätekonfiguration

Für die Kommunikation zwischen dem M-Bus Master (PRiOT Energiemonitor) und dem M-Bus Slave (Zähler) muss der Zähler auf eine Baudrate von 2400bps konfiguriert werden, um die korrekte Datenübertragung zu gewährleisten.


M-Bus Wireless

Ein drahtloses Auslesen von M-Bus Zählern über M-Bus Wireless Geräte ist theoretisch ebenfalls möglich, jedoch wurde bisher kein etabliertes System für diese Variante eingerichtet. Wenn ein Funkgerät verwendet wird, muss der Pegelwandler mit dem Funkgerät verbunden werden, um eine Kommunikation im M-Bus Wireless-Netzwerk zu ermöglichen.